Auftakt für den neuen Seelsorgeraum Judenburg-Obdach
Fast ein Jahr lang nach dem Ableben unseres Pfarrers Gerald Wimmer ist unser Pfarrverband Weißkirchen-Kleinfeistritz vom Seelsorgeraum Judenburg aus mitbetreut worden. Dieses „Provisorium“ hat nun ein Ende gefunden. Mit sofortiger Wirkung gehören nicht nur diese beiden Pfarren, sondern das gesamte Obdacherland dem nunmehr genannten Seelsorgeraum „Judenburg – Obdacherland“ an. Die 14 Pfarren Frauenburg, Judenburg-St. Magdalena, Judenburg-St. Nikolaus, Kleinfeistritz, Obdach, Scheiben, St. Anna, St. Georgen bei Obdach, St. Georgen ob Judenburg, St. Peter ob Judenburg, St. Wolfgang, Unzmarkt, Weißkirchen und Zeltweg sowie Kathal und Maria Buch sind also unter einem Dach vereint.
Mit einem Auftaktgottesdienst in unserer Pfarrkirche am vergangenen Samstag-Nachmittag, zelebriert von Generalvikar Erich Linhardt an der Spitze mit den Priestern dieses Raumes, wurde der Anfang gesetzt. Diese Hl. Messe war von den Gläubigen sehr gut besucht, musikalisch umrahmt wurde sie von der Sing- und Spielgruppe Weißkirchen. Da alle Priester nun eine neue Aufgabe haben, überreichte ihnen, wie auch den hauptamtlichen Mitarbeitern, der Generalvikar hier auch die Bestelldekrete von Bischof Wilhelm Krautwaschl.
In seiner Predigt erklärte Linhardt den Sinn und Zweck der Seelsorgeräume. Hier werden Zusammenarbeit und gleichzeitig Eigenständigkeit gefördert, und er versicherte, dass keine noch so kleine Pfarre zu kurz kommen werde. Deshalb gehören zu diesem Netzwerk neben den Pfarren auch die Krankenhaus- und Pflegeheimseelsorge, die Caritas usw. Der Netzwerkgedanke geht über die kirchlichen Institutionen und Organisationen hinaus, denn es geht darum, mit allen zusammenzuarbeiten, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, zu einem gelingenden Leben aller Menschen und zum Wachsen des christlichen Gemeinschaftssinns beizutragen. Seit 2019 sind die meisten Pfarrgebiete der Steiermark in Seelsorgeräumen verbunden, Veränderungen kann es da auch geben.
Die Leitung und Führung im Seelsorgeraum als Netzwerk von Pfarren und anderen kirchlichen Orten bedeutet in erster Linie koordinierend tätig zu sein und dabei zu unterstützen, dass unterschiedliche Bedürfnisse und Interessen im Gleichgewicht bleiben, dass sich Menschen gerne in unserer Kirche engagieren – ehrenamtlich oder in einem kirchlichen Dienstverhältnis. Die Zusammenarbeit in Teams sollte auf Augenhöhe möglich sein, trotz unterschiedlicher Rollen und Funktionen der einzelnen Teammitglieder.
Als Seelsorgeraumleiter fungiert Pfarrer Rudolf Rappel, sein Stellvertreter ist Heimo Schäfmann (bisher Pfarrer in Obdach). Die beiden Priester werden unterstützt von Diakon Walter Steinwidder und den Vikaren Binu Joseph, Nirmal Jo Thomas und Barnabe Nziranziza. Als Aushelfer werden noch die beiden Pfarrer in Ruhe, Ferdinand Sattler und Florian Zach, im Team mitarbeiten.
Namens der hauptamtlichen Laien sprach am Schluss der Messe die Obdacher Pastoralassistentin Anna Maria Koini und lud die Bevölkerung ein, bis Pfingsten Vorschläge für einen neuen Namen des neuen Seelsorgeraumes sowie den Entwurf eines gemeinsamen Logos zu bringen.
Mit einer Agape endete diese würdevolle Auftaktfeier für die gemeinsame kirchliche Zukunft in unserer Region.